Was geschah im Februar und März 2015… ?

(Der Bericht konnte wegen Serverproblemen nicht früher erscheinen)

Die vergangenen Wochen im Kinderdorf waren vor allem eines: Verregnet.
Das ist gut für die Farm, allerdings hat sich dadurch ein schädlicher Pilz
eingeschlichen und unsere Austernpilzproduktion zum Erliegen gebracht. Jetzt müssen wir völlig von vorne anfangen. Drei Kälber wurden geboren, die Quarantäne wegen der Viehseuche vom September 2014 aufgehoben.

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SIEBEN neue Kinder kamen zu uns! Besonders arbeitsintensiv sind die 5 monatigen Drillinge, die jetzt mit ihrer Mutter im roten Haus wohnen, und die in ihrer Pflege von den Hausmamas unterstützt wird. Nach anfänglichen Gesundheitsproblemen haben sie sich toll entwickelt. Gloria, 1, leidet wie ihre Schwester Upendo an der sog. Mondscheinkrankheit. Sie darf ihr Leben lang nicht ins Tageslicht, und wird im grünen Haus wohnen und leben.

Auch Moses, ein dreijähriger Junge, von Narben gezeichnet durch die Misshandlungen seiner Restfamilie, ist aufgetaut. Er schlägt zwar noch jeden, der es wagt, sich beim Essen neben ihn zu setzen, aus Furcht, der oder diejenige könnte ihm das Essen wieder wegnehmen, aber sonst macht er sich. Nur Schuhe und Strümpfe mag er nicht tragen- egal bei welchem Wetter. Und langsam lernt er auch Kisuaheli, bisher hat er nur die Stammessprache Hehe kennengelernt. Anna, 6, und Kuruthum, 15, haben sich ebenfalls gut eingelebt und wir hoffen, dass sie ihre bisherigen Erlebnisse bei uns verarbeiten können.

Seit Anfang Februar haben wir Gäste aus Deutschland, Marlies Hoesemans und Heidrun Hartmann-Blath haben unsere Buchhaltung geprüft und für korrekt befunden, und Paten aus Schaephuysen haben ihr Patenkind besucht.

Eine willkommene Unterstützung für unsere beiden Freiwilligen Jan und Silvan, die Kinder mit zu beschäftigen. Alle Gäste waren von dem Selbstbewußtsein, der Offenheit und der Neugier der Kinder sehr beeindruckt.

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Am 21. März fand in Iringa der erste Farmer`s Markt statt, auch das Kinderdorf hatte, durch Levina und Noel vertreten, einen Stand. Dort wurden Produkte von unseren Kid`s Clubs und unserer Farm verkauft.

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Ostern ist in Tansania ein wichtigerer Feiertag als Weihnachten, die Kinder
haben Ferien, und jeden Tag geht man zum Gottesdienst. Im Kinderdorf gab es
am Ostersonntag tolles Essen ( = Fleisch), und die Kleinen haben Ostereier gesucht.

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Auch unseren Home Based Care-Kindern wurde ein kleines Geschenk zu der monatlichen Grundversorgung überreicht.

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Insgesamt sind noch 9 Kinder ohne Schulpatenschaft. Es kostet monatlich soviel wie ein Restaurantbesuch, einem Kind so eine Zukunft zu schenken.
Informationen dazu finden sie hier auf der Homepage unter dem Stichwort Helfen.

Herzliche Grüsse von Ingo Lenz und dem gesamten Team

Was geschah im….Januar 2015?

Im Januar kamen die meisten Kinder aus den Ferien, die sie bei ihren noch lebenden Verwandten verbracht haben, zurück. Die weihnachtliche Bescherung wurde nachgeholt. Jedes Kind hat sich über sein Geschenk gefreut und es direkt den anderen Kindern präsentiert. Anschließend gab es Süßigkeiten, Rosella und Popcorn.

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Unser Team hat einen neuen Fahrer: Ernest hat nicht nur Social Work studiert, sondern auch 6 Monate auf einer großen Milchfarm gearbeitet. Das ist praktisch, denn so kann er, wenn er keine Fahrten absolvieren muss, bei Home Based Care genauso mit Rat und Tat helfen, wie Richard bei den Kühen.

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Eine Gruppe von 10 HBC-Familien hat begonnen, auf von uns zugeteilten Parzellen Gemüse anzubauen, welches wir ihnen abkaufen werden. So wird eine der Maximen des Kinderdorfs auch auf diesen Bereich übertragen: Hilfe zur Selbsthilfe, anstatt herumzufahren und Sachspenden zu verteilen. Langfristig wollen wir das nur noch bei denjenigen machen, die nicht mehr selber arbeiten können.

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Auch Jesaja möchte am liebsten schon mithelfen!

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Der Landwirtschaft tut der viele Regen gut. Leider sind unsere Dächer dem heftigen Regen nicht immer gewachsen, sodass wir viele der selbstgebrannten Dachpfannen ersetzen müssen.

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So beginnt wieder ein neues Jahr im Kinderdorf, der Alltag hat uns wieder. Vielen Dank für Ihre fortlaufende Unterstützung und herzliche Grüsse von

Ingo Lenz und dem gesamten Team

Was geschah im… Dezember 2014 ?

Im Dezember 2014 ist es sehr ruhig im Kinderdorf. In den vergangenen Jahren spielten die Kinder am 25.12. die Weihnachtsgeschichte nach, wir gingen in die Kirche, es gab leckeres Essen und anschließend die Bescherung. Aber aus kleinen Kindern werden große, die nun, bis auf zwei, alle ihre Verwandten besuchen.
Die meisten Hausmamas sind im Urlaub, nur die Farm wird bewirtschaftet, da die Regenzeit begonnen hat. Beschenkt wurden jetzt die Home-Based-Care-Familien. Unsere Kinder bekommen eine Kleinigkeit, wenn sie zum Schulbeginn wieder zurückkehren und vom Weihnachtsgeld wollen wir einen gemeinsamen Ausflug zum Wasserfall in der Nähe machen. Die Kinder werden von ihren Besuchen neue Geschichten und Erfahrungen mitbringen, die ihnen im Jahr 2015 hoffentlich helfen, ihre guten Chancen im Kinderdorf zu ergreifen und zu nutzen und das Beste aus ihrer Situation zu machen – mit Ihrer und unserer Hilfe.
2014 war ein gutes Jahr für Mbigili, dank Ihrer Unterstützung. Wir konnten unsere Hilfe ausbauen, neue Kinder aufnehmen, die Großen auf weiterführende Schulen schicken. Alle Kinder sind gesund und munter. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind durch Workshops und Training motiviert, weiterhin die Kinder gewaltfrei zu erziehen und auf ein selbständiges Leben vorzubereiten. Tansania blieb bisher von Krieg und Ebola verschont.
Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass wir diese Hilfe auch 2015 leisten können.
Daher wünschen wir Ihnen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.

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Ich bin bis zum 1. März in Deutschland, um Spenden zu sammeln. Falls Sie am 15.Januar im Raum Issum sein sollten: Herzlich Willkommen zum Spendendinner ab 19 Uhr im Baerlaghof, Infos unter: info@mbigili.de

Herzliche Grüße von
Ingo Lenz und dem gesamten Team
www.mbigili.de

 

Weihnachtsgruß

Schaephuysen, im Dezember 2014

Liebe Freundinnen und Freunde des Kinderdorfs Mbigili, wir bedanken uns herzlich für Ihr vielfältiges Engagement in diesem

             Jahr zum Wohle der Kinder in Mbigili und wünschen Ihnen und Ihrer Familie

gesegnete Weihnachten und

ein friedliches, gutes Neues Jahr 2015

 Barbara Gockel-Wronski und Marlies Hoesemans

Was geschah im… November 2014?

Der November ist der trockenste Monat in unserer Region. Seen und Brunnen trocknen aus, lange Stromausfälle durch ausfallende Wasserkraftwerke häufen sich, alle warten auf den Beginn der Regenzeit. Wir sind durch den eigenen Tiefbrunnen und Solarenergie glücklicherweise inzwischen davor geschützt, das macht den Alltag ein wenig leichter.

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Das gilt nicht für unsere Home Based Care – Familien. Im November häufen sich die Anfragen neuer Familien, die nicht mehr aus eigener Kraft für sich sorgen können. Unsere beiden HBC-Mitarbeiter Semeni und Allan versuchen, den verletzlichsten unter ihnen mit Sachspenden das Überleben zu sichern, bis sie wieder aus eigener Kraft den Unterhalt für ihre Kinder oder Enkel sichern können. Zusätzlich steigt der Anteil derer, die ärztliche Hilfe benötigen.

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Unsere Kleinsten mussten in diesem Monat glücklicherweise nur eine gesetzlich vorgeschriebene Impfung über sich ergehen lassen.

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Die Größeren im Kinderdorf haben momentan andere Probleme. Die Prüfungen an der Grundschule sind geschrieben, jetzt warten sie auf den Beginn der großen Ferien im Dezember. Wir haben einen Therapeuten von VIVO.org zu Gast im Kinderdorf, der von allen Kindern, die nach VIVO s letztem Besuch im Jahre 2011 neu zu uns gekommen sind, diejenigen identifiziert hat, die Gewalt erfahren haben und seiner Hilfe bedürfen. Zusammen mit einem Übersetzer braucht es jetzt viel Zeit und Einfühlungsvermögen, um die Kinder zu den Themen, die sie am liebsten verdrängen würden, zum Sprechen zu bringen, und ihnen dadurch mithilfe einer sogenannten Lifeline zu helfen: Steine symbolisieren ein schlimmes, Blüten ein schönes Erlebnis im bisherigen Leben.

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Unsere Garage wird zum Teil zum Lagerraum umgebaut, um dringend benötigten Platz zu schaffen – mangels Staumöglichkeit liegen die Säcke mit dem Reis z.B in den Zimmern der Hausmamas. Das wird sich bald ändern.

 

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Seelisch bereiten wir uns auch in Mbigili langsam auf Weihnachten vor, und wünschen Ihnen hiermit eine schöne, heiße, staubige und entspannte Vorweihnachtszeit. Denken Sie an uns mit Ihrer Spende an:
Kinderdorf Mbigili Tansania e.V.
Kontonr.: 3330333030
BLZ: 32061384
Volksbank an der Niers
Für SEPA Überweisungen:
IBAN: DE41320613843330333030
BIC: GENODED1GDL

Natürlich erhalten Sie eine Spendenquittung für Spenden über 50€, wenn Sie unter „Verwendungszweck“ auch Ihren Namen und Ihre Anschrift angeben.

Besuchen Sie auch unsere Homepage, damit wir in kommenden Jahren weiter an einer glücklichen Zukunft für unsere Kinder arbeiten können.

Herzliche Grüße aus Mbigili von
Ingo Lenz und dem gesamten Team

Was geschah im Oktober 2014..?

Im tansanianischen Frühling steht die Ursula –Lettgen –Gedächtnis – Allee zum Kinderdorf in voller Blüte. Es ist trocken, heiß und windig.

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Drei unserer „großen“ Mädchen, die schon in der Secondary Boarding School wohnen, haben nach vier Jahren dort ihren Realschulabschluss geschafft. Jetzt stehen ihnen noch weitere zwei Jahre bis zum Abitur bevor.

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Die Freiwilligen Jan und Silvan mit den Mädchen und Mama Happy, Mama Semeni

Auch vier unserer Grundschüler in Mbigili haben ihren Abschluss nach der 7. Klasse geschafft, weiterführende Boarding-Schulen für sie sind gefunden. Diese Ereignisse wurden im Kinderdorf gebührend gefeiert.

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Dadurch werden im Kinderdorf vier Plätze frei, die sofort wieder belegt werden. Simon,11, aus Mbigili ist einer von ihnen. Er ist Opfer einer tansanianischen Tradition: Heiratet ein Mann neu, lehnt er es in der Regel ab, die bisherigen Kinder seiner Frau mit zu versorgen. Diese werden dann bei anderen Verwandten – meist den Großeltern – einquartiert. Ebenso lehnt es die neue Frau ab, die Kinder ihres Mannes aus vorherigen Beziehungen zu versorgen. Diese Kinder hauen dann oft von zuhause ab und gehen unter. Simon kenne ich seit 2008. Nachdem sein Vater vor zwei Jahren wieder geheiratet hat, ist aus einem aufgeweckten , intelligenten Jungen ein abgerissener kleiner Streuner geworden, der die letzten 2 Klassen wiederholen musste und jeden Halt verloren hat. Nach Gesprächen mit seinem Vater, der nur zu froh ist, ihn loszuwerden, wird er bald im Kinderdorf wohnen. Für Simon suchen wir ab sofort eine Patenfamilie.

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Im Bereich Home Based Care versuchen wir eine Umstrukturierung: Familien ohne eigenes Land sollen auf einer von uns zur Verfügung gestellten Parzelle Gemüse anbauen, welches wir ihnen dann abkaufen, um so eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Momentan sind Mama Semeni und Allan, unsere HBC-Mitarbeiter, damit beschäftigt, passende Familien zu finden, die diese Aufgabe auch ernst nehmen. Eigenständiges, regelmäßiges Arbeiten ist vielen dieser Familien fremd geworden.

Außerdem wurden sie mit diesem Schicksal konfrontiert: Alle 6 Geschwister dieser Familie aus Kilolo haben im August ihre Mutter durch AIDS verloren, der Vater ist schwer krank. Eine Tante aus der weit verstreuten Familie zieht jetzt zu ihnen und wird sie betreuen, wir helfen mit Sachspenden und Schulgeld.

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Da wir uns um die Kinder kümmern, bis sie ihre Ausbildung beendet haben, wächst das Kinderdorf so jedes Jahr um die Anzahl der Kinder, die nach der 7. Grundschulklasse auf weiterführende Internate gehen. Das macht die Finanzierung nicht einfacher.
Spendenmöglichkeiten, auch Informationen zu Patenschaften, finden sie auf unserer Seite oder hier.
Es gibt sogar eine Möglichkeit, Ihre bisher gesammelten, höchstwahrscheinlich für Sie nutzlosen Paybackpunkte für uns einzutauschen!

Herzliche Grüße aus Mbigili von
Ingo Lenz und dem gesamten Team