Das Kinderdorf in Mbigili

Amani Orphans Home Mbigili
1. The Green House
Gruenes HausGruenes Haus
2. The Blue House
Blaues HausBlaues Haus
3. The Red House
Rotes HausRotes Haus
4. Employee
MitarbeiterMitarbeiter
5. Farm
Farm & PilzzuchtFarm
5. Farm
BiogasanlageFarm

„Amani Orphans’ Home Mbigili”(AOHM) ist eine tansanische Nicht-Regierungs-Organisation (NGO), die als Dachorganisation für die Betreuung von Aidswaisen im Großraum Iringa, Südtansania, Ostafrika, gegründet wurde.

Unterstützt wird das Projekt von der Heimatpfarrgemeinde der deutschen Mitbegründerin Ursula Lettgen, St.Hubertus Schaephuysen, sowie durch ehrenamtliche Mitarbeiter und zahlreiche Spender in Deutschland und Tansania.
Ziel ist es, nach dem Prinzip “Hilfe zur Selbsthilfe” eine Lebensgrundlage und einen Lebensraum für Aidswaisen im ländlichen Einzugsgebiet der Stadt Iringa zu schaffen. Angestrebt wird die weitgehende Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln, Strom (Solar) und Wasser, sowie die Eingliederung von kleinen Ökonomiezweigen (Ökotourismus, Pilszucht und -verkauf, Milcherzeugung, Honig Gewinnung, Schneiderei, Werkstätten etc), mit deren Einnahmen notwendige Anschaffungen getätigt werden können. Dieses Konzept soll das Kinderdorf in die Lage versetzen, sich auf längere Sicht unabhängiger von Spenden zu machen.

Alle Kinder schließen die Primary School ab und erhalten im Anschluss entweder die Möglichkeit, eine Secondary School zu besuchen oder aber eine Handwerkerausbildung zu absolvieren. Einige der von uns geförderten Kinder besuchen mittlerweile sogar die Universität und arbeiten selbst an der weiteren Gestaltung des Kinderdorf Konzeptes mit.
Die Organisation AOHM ist unter vorwiegend tansanischer Leitung. Mit im Vorstand ist die deutsche Mitbegründerin,Ursula Lettgen, die seit 1999 in Tansania lebt und ehrenamtlich dieses Projekt leitet. Da auch die deutschen Helfer ehrenamtlich arbeiten, kommt jede Spende direkt und ohne Abzüge den Kindern zugute. Um der ständig wachsenden Zahl von Aidswaisen zu begegnen, arbeitet die Organisation „Amani Orphans’ Home Mbigili” mit einem zweigleisigen Konzept: Kinderdörfer und Home Based Care.

Das Kinderdorf Kilolo

Von Ursula Lettgen mitbegründet und aufgebaut wurde das inzwischen fertiggestellte Kinderdorf Kilolo (40km östlich von Iringa). Nach Abschluss der Aufbauarbeiten (1999-2007) wurde das Kinderdorf in die Hände des tansanischen Bischofs von Iringa Tarcisius Ngalalekumtwa übergeben. Frau Lettgen widmet sich dem neuen Kinderdorfprojekt in Mbigili.

Das Kinderdorf Mbigili

Mit den beim Aufbau des ersten Kinderdorfes gesammelten Erfahrungen im Gepäck entwickelten Mama Ursula und einige ehemalige Mitarbeiter des ersten Kinderdorfes die Idee zu einem weiteren Projekt. Nach längerem Suchen nach einem geeigneten Standort erwies sich der Kontakt zum District Commisioner des Districts Kilolo als Glücksgriff, Er vermittelte die Schenkung eines 15 ha großen Grundstücks, das der Gemeinde Mbigili gehörte. Die ideale Lage zum Dorf Mbigili sowie das Vorhandensein von Grundwasser und der Möglichkeit die zum Kinderdorf gehörige Fläche noch zu erweitern (um langfristig vielleicht eine Schule anschließen zu können) überzeugte alle Beteiligten schnell. In traumhafter Umgebung wurde nach intensiver Planungsphase rasch mit dem Bau der bereits erprobten Massivsteinhäuser begonnen. (s. Ökologie) Im Einklang mit dem gegebenen ökologischen Umfeld wurden Felder und Obstgärten angelegt, Brunnen gebaut und der Grundstein für kleine Betriebe (wie Pilzzucht und Honig Gewinnung) gelegt. Entstehen soll ein Dorf mit acht Kinderhäusern, in denen jeweils ca. 12 Kinder mit einer Hausmutter eine Familie bilden. Die Kinderhäuser ergeben zusammen mit den Versorgungs- und Sozialeinrichtungen und der Farm das Kinderdorf.

Das wurde bisher erreicht:

  • Vier Kinderhäuser (drei davon finanziert von der Japanischen Botschaft) sind fertig

  • Die ersten Kinder sind im Februar 2008 eingezogen. Mittlerweile (Mai 2009) sind es ca. 39

  • Die Wasserversorgung ist gesichert und wir haben in zwei der vier Kinderhäuser Solarstrom. Die Kosten betragen pro Hausdach ca. 3000€. Wir denken aber, die Investition lohnt sich, vorallem da der Anschluss an das örtliche Stromnetz deutlich kostspieliger ist

  • Das Verwaltungsgebäude und das Staffhouse sind fertiggestellt, der Grundstein für das Guesthouse, sowie für eine Hall für größere Anlässe, sind gelegt

  • Ein Materialschuppen ist gebaut, ein Maschinenschuppen befindet sich kurz vor dem Abschluss

  • Ca. 50 Bananenstauden und 100 Obstbäume (Zitronen, Pfirsiche, Guaven, Äpfel, Avocados, Nektarinen) sind gepflanzt.

  • 120 Hühner bevölkern einen Hühnerstall. Wir halten Hasen, Meerschweinchen und eine Art Perlhühner, sowie Enten. Dazu kommen zahlreiche Gänse. Außerdem leben auf dem Gelände mehrere Hunde, Katzen und zwei halb zahme Äffchen

  • Drei Lehmhäuschen für die Pilzzucht sind gebaut, der Pilzanbau trägt erste Früchte, die Erträge werden an zwei Restaurants und mehrere Privatleute verkauft

  • Wir haben nun Windschutzhecken auf dem ganzen Gelände. Der ständige Sturm, bedingt durch die Abholzung in der ganzen Gegend, lässt nichts wachsen und drohte Gebäude und Obstbaumpflanzungen zu schädigen

  • Eine Kuhstall mit angeschlossener Biogasanlage wurde gerade fertiggestellt und geht bald in Betrieb. 6 Kühe Milchkühe aus einer besonders guten Züchtung bewohnen mittlerweile den Stall.

    Damit zusammenhängende Fragen wird Ihnen Lambert Holtappels, Hochend 48, 47509 Rheurdt, Tel. 02845/69610, gerne beantworten.

  • Ein Küchenhaus mit Anschlüssen und Lampe, welche biogasbetrieben sind, ist fertiggestellt. Bisher wird mit Holzkohle gekocht, bald fast ausschließlich mit Biogas

  • Ein kleines Rundhaus für Arbeiter wurde fertiggestellt. Nebenan haben die beiden Mondscheinkinder Lilian und Upendo zusammen mit ihrem Bruder und ihrer Mutter mit kleinen Backsteinhaus ein neues Zuhause gefunden. Beide Häuser befinden sich im Eingangsbereich des Geländes. Sanitäre Anlage mit fließendem Wasser sind vorhanden.

Aktuelle Aufgaben:

  • Urbarmachung des nordwestlichen Teils des Grundstücks: Roden von Dornengestrüpp und Einsäen von Weidegras für die Kühe. Kostenpunkt ca. 1000 €.

  • Sicherung des Unterhalts für die 48 Kinder, die aufgenommen werden können, und die Sicherung der Gehälter für die Angestellten. Dafür werden monatlich ca. 3000 € benötigt, für ein Jahr also ca. 36000 €.

  • Ausbau des Home Based Care-Projektes, das bedeutet: Hilfe für Waisenkinder, die in Pflegefamilien betreut werden. Es wurden bereits 19 Kinder in dieses Programm aufgenommen. Die Kosten betragen pro Kind ca.15 € im Monat.

  • Reparatur einer dieselbetriebenen großen Mehlmaschine, die für ein weiteres bescheidenes Einkommen sorgen soll. Ein Maschinenschuppen zum Schutz und zur Fixierung braucht noch ein Dach und eine Betonfundament. Bewohner aus dem Dorf werden ihren Mais, etc. zum Mahlen bringen und einen kleinen Obolus zahlen

  • Abschluss des Kindergartenbaus, welcher im Austausch für das Kinderdorfgrundstück dem Distrikt Mbigili bereitgestellt wird

  • Bau eines Gelände umfassenden Zauns zum Schutz gegen Eindringlingen, als Grenzziehung und als Einzäunung der weidende Kühe. Kostenpunkt: knapp 3000€

  • Erweiterung des Tierbestandes von Hühnern und Bienen (mit dazugehörigen Bienenstöcken)

  • Installation weiterer drei Wassertanks zur durchgängigen Versorgung mit fließendem Wasser. Die 5000 Liter Tanks sind aus Daressalam geordert und müssen noch geliefert und angeschlossen werden

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