Unterhaltssicherung

Die Pilzzucht

Pilze sind ein seltenes Gut in Tansania, denn der Anbau und die Pflege sind aufwendig und nicht ganz einfach zu erlernen. Von Mama Ursula ermutigt, belegte unser Mitarbeiter Richard einen 4-wöchigen Intensivkurs in Dar es Salaam und betreut seither unsere kleine Pilzzucht.

Lehmhaus für die Pilzzucht

In zwei eigens dafür gebauten Lehmhäusern, welche mit einem Fungizide begünstigendem Anstrich versehen worden sind, werden auf Holzgerüsten aufgereihte, mit Folie umhüllte Stroh-Getreide Mischungen gelagert.
Dies ist der optimalen Nährboden für die Pilzsporen, welche dem Gemisch nach der Vorbehandlung zugefügt werden.
Das Strohgemisch muss in Wasser getränkt zwei Wochen ohne Sonnenlicht ruhen, bevor alles abgekocht und in Folienschläuche gefüllt wird.
Nach einer Trockenzeit werden die Sporen “eingepflanzt” und nach ca. vier Wochen beginnen die ersten Pilze zu sprießen.

Simon beim Aufbringen des Pilzsporen

Betreten darf man die Pilzhäuser in denen es immer angenehm kühl ist, nur nach dem Desinfizieren der Schuhe in einem Desinfektionsbad, welches vor der Türschwelle eingelassen ist.
Täglich werden die Keimlinge von Hand mit einer Sprühflasche befeuchtet, um das Klima stabil zu halten.
Da wir in mehreren Etappen produzieren, kann eigentlich fast ständig geerntet werden.

Richard beim Prüfen des Reifegrades der Austernpilze

Unsere Austernpilze finden dankbare Abnehmer in der Stadt, vor allem bei Weißen. Der Verkaufspreis von 4000 TSH/kg ( =2,50 Euro) ist für die meisten Tansanier unerschwinglich. Der Verkauf der Pilze schafft uns ein kleines Einkommen und trägt so zu unserem Unterhalt bei, stärkt aber auch die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Projekt und ermöglicht so die direkte Partizipation des Einzelnen am großen Gemeinschaftsprojekt “Kinderdorf”.

Die Produktion läuft bis zum heutigen Tag reibungslos. Die Hotel und Restaurants sind gute Abnehmer. Teilweise fehlt privaten Käufern Geld um gleich zu bezahlen und unser Verkäufer Simon muss immer hellwach sein um nicht zuviel zu vergessen.

Die Pilzzucht hat sich bewährt, hat den Vorteil der Ganzjährigkeit und benötigt zur Zeit keinen Ausbau.

Brotverkauf

Der Teig ist fertig für den Ofen

Der Teig ist fertig für den Ofen

Mitte 2010 etablierte unser Langzeitfreiwilliger Jan Ellers einen Brotverkauf in der Stadt. Im Kinderdorf backen wir nun stetig braunes Brot und verkaufen es gewinnbringend in Supermärkten und Restaurants der Stadt. In der Region Iringa sind wir die einzigen die braunes Brot backen und verkaufen, sonst kann man in der Stadt nur Weißbrot kaufen.  Das Projekt lief nach einigen Monaten schon so gut, dass wir durch den Verkaufserlöß eine Hausmama stelle refinanzieren konnten.


Die zukünftige Milchgewinnung

Im Idealfall können unsere sechs Kühe genügend Milch für unsere Kinder gewinnen (die Eiweiß/Kalziumversorgung der Kinder ist unser Hauptanliegen) und gleichzeitig ein bemerkenswertes Einkommen erzeugen. Pro Liter Milch bekommt man zur Zeit den Gegenwert von 500Tsh (30 Cent). Für einen Liter Joghurt sogar mehr als das Doppelte. Das bedeutet man könnte das Kinderdorf durchaus zum Teil mit dem Milchverkauf tragen. Wir stehen mit unseren Bemühungen und Erfahrungen noch am Anfang und die Milch produzierende Marktkonkurrenz schläft auch nicht. Unser Farm-Manager Richard hat aber eine sehr geschicktes Händchen und wir wollen den Kühen ein möglichst gutes Umfeld bieten. Als Dunglieferant für die Biogasanlage helfen uns die Kühe Kosten und Abholzung zu ersparen. Wir halten sie über dieses bemerkenswerte Projekt gerne auf dem Laufenden.

Kleiderproduktion

Näherin im KinderdorfEinige der Assistentinnen im Dorf arbeiten fleißig daran unsere Schulkinder mit grünen Pullovern zu versorgen.Mit einer deutschen Strickmaschine geht das relativ gut von der Hand. Die Produktion ist gut angelaufen und wir werden sie über den weiteren Fortgang informieren.

Weitere geplante Projekte dieser Art:

  • die effektive Gewinnung von eigenem Honig (15 Bienenhäuser sind schon auf unserem Gelände) – dazu benötigen wir 50 weitere Häuser um genügend Honig für den Eigenbedarf und den Verkauf produzieren zu können – Kostenpunkt: ca 300€

  • ein großzügiger Spender aus Deutschland hat uns einen qualitativ sehr hochwertigen Ofen zur Verfügung gestellt mit dem momentan der Betrieb anläuft. Später wollen wir kleine Brote für unser Kinderdorf und zum Verkauf backen.

  • Der Hühnerbestand soll ausgeweitet werden um keine Eier mehr kaufen zu müssen. Es wird noch über die Platzerweiterung beraten.

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