Liebe Freunde und Förderer, wir danken allen, die auf vielfältige Weise die Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiterinnen im Kinderdorf Mbigili und im Home Based Care Programm in diesem Jahr unterstützt haben. Ihnen und Ihren Familien wünschen wir ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das Neue Jahr. Der Freundeskreis Kinderdorf Mbigili

Auftritt Karibu

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Am 8.11. hat der diesjährige Infotag mit unseren Freiwilligen Silvan Beer und Jan Koch stattgefunden. Die beiden hatten viel Interessantes zu berichten.
Wir konnten wieder viele alte und neue Kinderdorffreunde/Innen begrüßen und informieren. Omben Richard Mtewa, einer unserer Schüler mit fertigem Studium, Schwerpunkt PR + Marketing, konnte aus seinem Leben und von seinem Werdegang berichten. Den Gedenk-Gottesdienst für Ursula Lettgen gestalteten der St. Hubertus-Projektchor Silpro und die Trommelgruppe Karibu unter der Leitung von Bärbel Stangenberg. Ein ganz herzliches “Dankeschön!” an beide Gruppen.

Die Afro-Trommelgruppe KARIBU ist am Niederrhein Zuhause und besteht aus ca. 10 Trommlern, die sich seit vielen Jahren regelmäßig in Wachtendonk treffen. Im Kern ist es eine Unterrichtsgruppe, die von Bärbel Stangenberg geleitet wird, die seit vielen Jahren mit Afro-Trommelgruppen, Samba-Bands und in Schulprojekten am Niederrhein arbeitet. Die Trommler und Trommlerinnen spielen mit Spaß und Leidenschaft traditionelle westafrikanische Rhythmen auf ganz unterschiedlichen großen und kleinen
afrikanischen Trommeln. Ihre Leidenschaft für Grooves und Rhythmen präsentiert das Ensemble gerne auf kleinen Bühnen und Veranstaltungen. Wer Spaß an Rhythmen hat, Vorerfahrung mitbringt und an der Unterrichtsgruppe teilnehmen möchte ist herzlich Willkommen.

Kontakt unter:
www.trommeln-am-niederrhein.de
Bärbel Stangenberg
Bandleitung / Kursarbeit
Wall 20
47669 Wachtendonk
Tel:02836-421
baerbel.stangenberg@t-online.de

 

 

Was geschah im…November 2015?

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Seit der Wahl im Oktober ist Tansania ein Pulverfass, welches jederzeit in die Luft fliegen kann. Nur die Besonnenheit der Parteichefs, die ihre Anhänger täglich zur Ruhe auffordern, hat bisher Blutvergießen verhindert. Und noch tobt der diplomatische Kampf um die Kontrolle Sansibars. Das legt sich auf die Stimmung im ganzen Land. Gespanntes Abwarten.

Im Kinderdorf kommen die täglichen Nachrichten natürlich auch an. Trotzdem hatten die Kinder Spaß, zum Beispiel bei der jährlich stattfindenden „International Night“ in Iringa, wo sie zusammen mit anderen Schülern aus der Stadt auftraten und die Zuschauer zu Begeisterungsstürmen hinrissen.
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Die Regenzeit hat begonnen, überall in Tansania, nur noch nicht in Mbigili. Wie in jedem Jahr sind wir die letzten, die Regen bekommen, und die ersten, wenn es wieder aufhört. Hoffen wir, dass wir die Auswirkungen von El Ninjo nicht zu stark zu spüren bekommen.
Schauspielerin Thekla Carola Wied und ihre Familie besuchten zwei Wochen lang das Kinderdorf und waren begeistert. Der Abschied fiel allen schwer.

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Auch seltene Gäste: Auf dem Dach unseres Gästehauses zieht ein Uhupaar ihre 2 Kücken auf. Diese Tiere werden hier mit Hexenkult in Verbindung gebracht und sofort getötet, sind also stark gefährdet. Wir freuen uns über die Mäusejäger.

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Ein weiteres Jahr in Mbigili neigt sich dem Ende zu. Trotz aller Schwierigkeiten haben wir es mit Ihrer Hilfe wieder geschafft, den Kindern einen weiteren Schritt in ihre Zukunft zu ermöglichen. Alle ziehen mit und glauben an sich und ihre Fähigkeiten. Das ist nach dem, was sie bereits erleben mussten, ein großer Sieg.
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Herzlichen Dank dafür, und bitte vergessen Sie nicht, dass nur kontinuierliche Hilfe nachhaltig wirkt.

Herzliche Grüße und eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht

Ingo Lenz und das gesamte Team
www.mbigili.de

Was geschah im Oktober 2015…?

Im Oktober wurden 5 unserer Kinder gefirmt, traditionell ein großes Ereignis in Tansania. Nach der kirchlichen Feier gab es für alle Mitarbeiter und Kinder ein gemeinsames Essen im Kinderdorf.
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Dank der Spende einer Besucherin konnten die Kinder einen Tag lang die Isimilia Stone Age Site nahe Iringa besuchen. In einem Canyon fand man dort 1951 Faustkeile, die zwischen 60.000 und 100.000 Jahre alt sind. Lebendiger Geschichtsunterricht!
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Auf dem Farmgelände wurde mit dem Bau eines großen Gewächshauses begonnen. Ernteausfälle durch fehlenden Regen können wir zwar damit auch nicht verhindern, aber jetzt bauen wir Gemüse an, welches saisonunabhängig verzehrt und, bei Überschuss, verkauft werden kann. Um Wasser zu sparen, haben wir außerdem begonnen, den Gemüsegarten mit Tröpfchenbewässerung zu versehen.

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Die Situationen der Familien, die wir mit Home Based Care unterstützen, bleiben weiterhin prekär. Alle freuen sich immer sehr, wenn Mama Semeni zum monatlichen Kontrollbesuch vorbeischaut.
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Ob die Wahlen in Tansania Auswirkungen auf die Lebenswirklichkeiten der Landbevölkerung haben, wird sich in den nächsten Monaten herausstellen. Am Wahltag herrschte in Iringa angespannte Ruhe.

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Vergessen Sie bitte nicht, dass Sie die Paybackpunkte Ihrer Einkäufe auch an uns spenden können:

https://www.payback.de/pb/bpc/display/view/details/project/5340

Im Namen des gesamten Teams,

 

Ingo Lenz

www.mbigili.de

 

Was geschah im September 2015…?

Der September ist der windigste Monat in Mbigili. Autos werden von der Straße geweht, Häuser abgedeckt. Warum? Durch die Abholzung des gesamten Baumbestands auf den Bergrücken. Im Kinderdorf sind wir etwas geschützt, da wir seit 8 Jahren keinen Baum mehr beschneiden. Trotzdem ist ein Strommast umgeknickt- Termitenbefall. Termiten sind generell ein Problem hier in der Gegend: Wo nur ein Fitzelchen Holz zu finden ist, z. B. bei der ortsüblichen Lehmbauweise, sind auch Termiten nicht weit. Wir kontrollieren regelmäßig die Gebäude.

Die Kinder bereiten sich auf ihre Prüfungen vor, die wegen der Wahl im Oktober alle vorgezogen wurden, damit, quasi als Wahlgeschenk, kein Kind durchfällt. Daher ist es schwer, von den Ergebnissen auf die tatsächlichen Fähigkeiten zu schließen. 11 Kinder verlassen jetzt die Grundschule und gehen auf weiterführende Schulen, sei es Secondary School oder Berufsschule. Das kostet uns rund 16.000 Euro pro Jahr zusätzlich. Stellvertretend für alle, hier Samson und Sebastian vor ihrer „neuen“ Secondary School.

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Somit werden bald 30 unserer Kinder die weiterführenden Schulen besuchen, und 37 weiterhin im Kinderdorf wohnen. Nicht zu vergessen ist die Versorgung mit dem Überlebensnotwendigsten der 110 Kinder, Jugendlichen und alleinstehenden, nicht mehr arbeitsfähigen Großeltern, die sich im HBC-Bereich um ihre Enkel kümmern.

Upendo, das Mädchen mit der Mondscheinkrankheit, bekommt viel Besuch dieser Tage. Leider gibt es im ganzen Land kein Morphium mehr- die Politiker lassen sich und ihre Familien ja meist im Ausland behandeln – und die Krankenhausmitarbeiter sind, wie wir, völlig aufgeschmissen und müssen improvisieren.

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Der Ranger unseres Vertrauens aus dem nahegelegenen Ruaha Nationalpark, Samson, besuchte das Kinderdorf, um eine Vogel-Exkursion zu leiten. Die Kinder haben viele neue Arten gesehen, da zum bevorstehenden Sommer viele Zugvögel in Mbigili ankommen.

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Ich bin im Oktober in Deutschland, um Spenden für das Kinderdorf zu sammeln. Da werde ich auch unseren Studenten Ombeni treffen, der gerade ein dreimonatiges Praktikum am Niederrhein absolviert. Er hat das Bachelorstudium im Studiengang Public Relation und Marketing mit finanzieller Unterstützung einer deutschen Firma erfolgreich beendet. Wie man hört, hat er jeden Tag ein volles Programm und seine liebe Mühe, mit dem Tempo der Vereinsmitglieder mitzuhalten!

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Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen, damit aus Kindern keine Flüchtlinge werden, überweisen Sie Ihre Spende bitte an:

 

Kinderdorf Mbigili Tansania e.V.
Kontonr.: 3330333030
BLZ: 32061384
Volksbank an der Niers

Für SEPA Überweisungen:
IBAN: DE41320613843330333030
BIC: GENODED1GDL

Im Namen des gesamten Teams,
Ingo Lenz

Was geschah im August 2015.. ?

Wie schnell ein Jahr vergeht, merken wir besonders dann, wenn der Wechsel unserer Freiwilligen bevorsteht. Wir sagen “Danke!” zu Jan und Silvan (von re.),
die von Jannik und Leon (von li.) abgelöst wurden. Zufällig war auch Laura im Kinderdorf, so daß 3 Generationen von Freiwilligen auf diesem Foto versammelt sind.

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Die Kinder bekamen Besuch von der Grundschule aus dem benachbarten Ort Mazombe. Sie wollten sich über das Leben im Waisenhaus informieren und fuhren
nach einem Tag voller Spiel und Spass beeindruckt wieder in ihr Dorf.

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Wie dringend unsere Home Based Care-Hilfe ist, zeigte sich grade wieder diesen Monat. Mama Semeni und Allan, unsere zuständigen Mitarbeiter,
trafen bei ihrem regelmäßigen monatlichen Besuch der 63 Familien bei Mama Jonny nur 3 ihrer Kinder an, die sie, über 2 Tage hinweg,
sich selbst überlassen hatte. Ohne irgendjemanden zu informieren verließ sie sie; nicht zum ersten Mal. Die dreijährige Husumi versuchte in diesen 48 Stunden,
ihren zwei kleineren Geschwistern die Mutter zu ersetzen (Bild 1). Sofort ging Allan auf die Suche nach der Mutter und stöberte sie in der Hütte eines neuen Freundes auf,
der kein Interesse an ihren Kindern aus vorigen Beziehungen hat. Da er als potentieller Versorger in Betracht kommt,
wurde der Selbsterhaltungstrieb der Mutter größer als ihr Mutterinstinkt. Dies ist ein weit verbreitetes Verhalten in unserer Gegend, wo es kaum zu essen gibt
und der tägliche Überlebenskampf den Alltag bestimmt.

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Um diesen Familien zu helfen, auf eigenen Füssen zu stehen, sind unsere monatlichen Spenden  und Kontrollen existenziell. Helfen Sie bitte weiterhin,
damit wir die nötigen finanziellen Mittel dafür zur Verfügung haben. Unsere Kontoverbindung finden Sie auf www.mbigili.de

Im Namen des gesamten Teams,

Ingo Lenz