Was geschah im September 2015…?

Der September ist der windigste Monat in Mbigili. Autos werden von der Straße geweht, Häuser abgedeckt. Warum? Durch die Abholzung des gesamten Baumbestands auf den Bergrücken. Im Kinderdorf sind wir etwas geschützt, da wir seit 8 Jahren keinen Baum mehr beschneiden. Trotzdem ist ein Strommast umgeknickt- Termitenbefall. Termiten sind generell ein Problem hier in der Gegend: Wo nur ein Fitzelchen Holz zu finden ist, z. B. bei der ortsüblichen Lehmbauweise, sind auch Termiten nicht weit. Wir kontrollieren regelmäßig die Gebäude.

Die Kinder bereiten sich auf ihre Prüfungen vor, die wegen der Wahl im Oktober alle vorgezogen wurden, damit, quasi als Wahlgeschenk, kein Kind durchfällt. Daher ist es schwer, von den Ergebnissen auf die tatsächlichen Fähigkeiten zu schließen. 11 Kinder verlassen jetzt die Grundschule und gehen auf weiterführende Schulen, sei es Secondary School oder Berufsschule. Das kostet uns rund 16.000 Euro pro Jahr zusätzlich. Stellvertretend für alle, hier Samson und Sebastian vor ihrer „neuen“ Secondary School.

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Somit werden bald 30 unserer Kinder die weiterführenden Schulen besuchen, und 37 weiterhin im Kinderdorf wohnen. Nicht zu vergessen ist die Versorgung mit dem Überlebensnotwendigsten der 110 Kinder, Jugendlichen und alleinstehenden, nicht mehr arbeitsfähigen Großeltern, die sich im HBC-Bereich um ihre Enkel kümmern.

Upendo, das Mädchen mit der Mondscheinkrankheit, bekommt viel Besuch dieser Tage. Leider gibt es im ganzen Land kein Morphium mehr- die Politiker lassen sich und ihre Familien ja meist im Ausland behandeln – und die Krankenhausmitarbeiter sind, wie wir, völlig aufgeschmissen und müssen improvisieren.

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Der Ranger unseres Vertrauens aus dem nahegelegenen Ruaha Nationalpark, Samson, besuchte das Kinderdorf, um eine Vogel-Exkursion zu leiten. Die Kinder haben viele neue Arten gesehen, da zum bevorstehenden Sommer viele Zugvögel in Mbigili ankommen.

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Ich bin im Oktober in Deutschland, um Spenden für das Kinderdorf zu sammeln. Da werde ich auch unseren Studenten Ombeni treffen, der gerade ein dreimonatiges Praktikum am Niederrhein absolviert. Er hat das Bachelorstudium im Studiengang Public Relation und Marketing mit finanzieller Unterstützung einer deutschen Firma erfolgreich beendet. Wie man hört, hat er jeden Tag ein volles Programm und seine liebe Mühe, mit dem Tempo der Vereinsmitglieder mitzuhalten!

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Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen, damit aus Kindern keine Flüchtlinge werden, überweisen Sie Ihre Spende bitte an:

 

Kinderdorf Mbigili Tansania e.V.
Kontonr.: 3330333030
BLZ: 32061384
Volksbank an der Niers

Für SEPA Überweisungen:
IBAN: DE41320613843330333030
BIC: GENODED1GDL

Im Namen des gesamten Teams,
Ingo Lenz

Was geschah im August 2015.. ?

Wie schnell ein Jahr vergeht, merken wir besonders dann, wenn der Wechsel unserer Freiwilligen bevorsteht. Wir sagen “Danke!” zu Jan und Silvan (von re.),
die von Jannik und Leon (von li.) abgelöst wurden. Zufällig war auch Laura im Kinderdorf, so daß 3 Generationen von Freiwilligen auf diesem Foto versammelt sind.

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Die Kinder bekamen Besuch von der Grundschule aus dem benachbarten Ort Mazombe. Sie wollten sich über das Leben im Waisenhaus informieren und fuhren
nach einem Tag voller Spiel und Spass beeindruckt wieder in ihr Dorf.

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Wie dringend unsere Home Based Care-Hilfe ist, zeigte sich grade wieder diesen Monat. Mama Semeni und Allan, unsere zuständigen Mitarbeiter,
trafen bei ihrem regelmäßigen monatlichen Besuch der 63 Familien bei Mama Jonny nur 3 ihrer Kinder an, die sie, über 2 Tage hinweg,
sich selbst überlassen hatte. Ohne irgendjemanden zu informieren verließ sie sie; nicht zum ersten Mal. Die dreijährige Husumi versuchte in diesen 48 Stunden,
ihren zwei kleineren Geschwistern die Mutter zu ersetzen (Bild 1). Sofort ging Allan auf die Suche nach der Mutter und stöberte sie in der Hütte eines neuen Freundes auf,
der kein Interesse an ihren Kindern aus vorigen Beziehungen hat. Da er als potentieller Versorger in Betracht kommt,
wurde der Selbsterhaltungstrieb der Mutter größer als ihr Mutterinstinkt. Dies ist ein weit verbreitetes Verhalten in unserer Gegend, wo es kaum zu essen gibt
und der tägliche Überlebenskampf den Alltag bestimmt.

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Um diesen Familien zu helfen, auf eigenen Füssen zu stehen, sind unsere monatlichen Spenden  und Kontrollen existenziell. Helfen Sie bitte weiterhin,
damit wir die nötigen finanziellen Mittel dafür zur Verfügung haben. Unsere Kontoverbindung finden Sie auf www.mbigili.de

Im Namen des gesamten Teams,

Ingo Lenz

Was geschah im Juli 2015..?

Die großen Ferien sind vorüber, ein neues, kurzes Schulhalbjahr beginnt. Kurz, da im Oktober in Tansania Präsidentschaftswahlen stattfinden und die Regierung wünscht, dass alle offiziellen Prüfungen, also auch Zeugnisse, vor diesen Wahlen mit positiven Ergebnissen durchzuführen sind. Daher muss sich dieses Jahr kein Schüler vor dem Sitzenbleiben fürchten. Die Kinder, die einige Wochen bei ihren Restverwandten verbracht haben, sind wohlbehalten wieder im Kinderdorf. Für die Prüfungen wird schon wieder fleißig mit den Nachhilfelehrern gelernt.

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Besonders begehrt ist unser Computerraum. Unsere Freiwilligen, Jan und Silvan, nutzen die technischen Möglichkeiten, um Englisch zu lehren, was von den Kindern und Angestellten gern genutzt wird. In den Ferien hat Silvan alle Computer gewartet, aktualisiert und virenfrei gemacht. Vielen Dank!

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Irene, Mitglied unseres tansanianischen Boards ( 2. Bild rechts), kam mit einer amerikanischen Besuchergruppe der Universität Iringa ins Kinderdorf. Wir freuen uns immer über Gäste, die den Kindern in ihrer isolierten Lage die Welt ein Stück näher bringen.

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Ich fliege jetzt wieder bis Dezember nach Mbigili. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin. Mehr Informationen finden Sie auf

https://www.betterplace.org/de/projects/5340-kinderdorf-amani-orphan-s-home-mbigili-aohm

 

Herzliche Grüße von Ingo Lenz und dem gesamten Team

Was geschah im Juni 2015…?

Im Juni beginnen die großen Ferien. Bis auf die Schüler der Klassen vier und sieben, die sich in den Ferien auf ihre Prüfungen vorbereiten müssen, besuchen alle Kinder ihre Verwandten. Die Prüfungen wurden wegen der Präsidentschaftswahlen im Oktober vorgezogen.

Auch ist der Juni fast schon traditionell der Monat, in dem Musiklehrer Hassan von der Dhau Music Academy Zanzibar für 10 Tage Mbigili besucht, um unseren Kindern neue Choreographien, Lieder und systematischen Unterricht an Keyboard und Gitarre zu geben. Die Kinder lieben diesen Workshop.

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Ebenso feierten wir mit sechs unserer Kinder die Erstkommunion, hier eingerahmt vom neuen Fahrer David (li) und unserem Ältesten, Florian (re).

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Aus Daressalaam kam hoher Besuch: Der neue Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tansania, Egon Kochanke, besuchte mit seiner Familie das Kinderdorf und war sehr beeindruckt.

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Wenn dann die große Ruhe einkehrt, fahren auch diejenigen Angestellten, die in den vergangenen zwei Jahren jeden Monat etwas Geld gespart haben, gemeinsam einige Tage weg. In diesem Jahr waren es 9 Angestellte, die 3 Tage zusammen am Malawisee verbrachten.

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Wie immer gibt es auch schlechte Nachrichten: Unser neuer Fahrer David hatte einen schweren Unfall, er wurde auf der gefährlichen Hauptstraße nach Iringa von einem LKW abgedrängt und überschlug sich. Glücklicherweise wurde er nicht schwer verletzt und saß alleine im Auto. Unser treuer Suzuki, der Wagen der Gründerin Ursula Lettgen, ist nun, nach 15 Jahren, wirklich nicht mehr zu reparieren.

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Ich bin noch bis August in Deutschland, um Spenden für die Kinder und Jugendlichen zu sammeln. Im Jahre 2015 beträgt das Schulgeld, das wir für über 70 SchülerInnen der Secondary School und Studierende an der Uni (Kinderdorf, HBC, Externe), etwa 36.000 Euro. Damit finanzieren wir Bildung, die ihnen eine selbstbestimmte Zukunft ermöglicht und sie einen ihren Begabungen gemäßen Beruf finden lässt. Da dies nicht umsonst ist, ist Ihre Hilfe weiterhin dringend notwendig, damit wir diesen Kindern nachhaltig helfen können.

Unser Spendenkonto:

Kontoinhaber: Kinderdorf Mbigili Tansania e.V.
Kontonr.: 3330333030
BLZ: 32061384
Volksbank an der Niers

Für SEPA Überweisungen:
IBAN: DE41320613843330333030
BIC: GENODED1GDL

Natürlich erhalten Sie eine Spendenquittung für Spenden über 50€, wenn Sie unter „Verwendungszweck“ auch Ihren Namen und Ihre Anschrift angeben.
Herzliche Grüsse von Ingo Lenz und dem gesamten Team

Was geschah im…Mai 2015?

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Im Mai gehen die Temperaturen in Mbigili merklich zurück. „Unsere“ Kobras versuchen nachts, ein warmes Plätzchen in den Häusern zu ergattern-
eine gefährliche Zeit im Kinderdorf. Gott sei Dank ist bisher noch nichts passiert.
Hausmama Semeni (rechts)wurde auserkoren, als eine NGO-Vertreterin zusammen mit der tansanianischen Ministerin für Frauen, Kinder und Gender,
Madame Simba (Mitte), deren staatliches Budget für 2016 vor dem Parlament mit vorzustellen. Leider kriegen wir davon wieder einmal nichts ab.
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Die Kinder genießen die sonntäglichen Belohnungsaktionen, wenn sie während der Woche ihre Aufgaben in den Häusern gut erledigt haben.
Ob Ausflug zum See, auf den Berg oder Ketten basteln, unseren beiden Freiwilligen fällt immer eine neue Aktion ein.
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Im Juni findet in den Schulferien der lang erwartete Musik-Workshop statt, unser Hospitant Dingi hat dafür schon mal die Trommeln repariert.

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Herbst ist Erntezeit in Mbigili- gleichzeitig werden Jungtiere geboren. „Kinderdorf“ mal anders!

 

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Um die laufenden Kosten unseres Kinderdorfes weiterhin finanzieren zu können, bin ich im Juli in Deutschland, um Spenden zu sammeln.
Falls Sie Interesse haben, in diesem Sommer ein Spendendinner mit Ihren Freunden mit zu organisieren, schreiben Sie mir doch bitte eine Mail. I.lenz@me.com
Herzliche Grüsse im Namen des gesamten Teams,

 

Ingo Lenz
www.mbigili.de

Was geschah im…April 2015?

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Im April sind Osterferien, alle Kinder kommen aus den im Land verstreuten Schulen im Kinderdorf zusammen. Wir versuchen, in den mit Nachhilfe vollgestopften Tagen einige Aktivitäten unterzubringen; so kam ein Ranger vom Ruaha Nationalpark, und erklärte den Kindern auf einem „Birdwalk“ (=Vogelbeobachtungs-Rundgang), dass Vögel doch zu mehr gut sind, als nur mit der Zwille abgeschossen zu werden. Fußballspiele mit den Kindern aus Mbigili wurden organisiert, ein Wettkampftag mit Geschicklichkeitsspielen, und vieles mehr. Diese Ferien haben allen viel Spass gemacht.
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Auch die Erwachsenen haben die Ferien und die Unterstützung der großen Kinder genutzt, um einen Fortbildungstag einzulegen: Farm- und Küchenangestellte besuchten die Kisolanza Farm, 75 km von Mbigili entfernt, um sich über professionellen Anbau von Gemüse zu informieren. Die Farm ist 40 mal größer als unser Gelände und wird seit Jahrzehnten von der jüngsten Tochter des Ghaui-Clans geleitet.

 

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Nach einjährigem Vorbereitungskurs wurden fünf unserer Kinder getauft; der Gottesdienst dauerte von 13 bis 19.30 Uhr, und im Anschluß gab es ein Festessen- eine Ziege wurde geschlachtet.

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Die Drillinge machen sich gut, nur der Erstgeborene hinkt in seiner Entwicklung etwas hinterher: Er wiegt 1 kg weniger als seine kräftigen Schwestern.
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Für all diese Kinder ist Ihre Hilfe unverzichtbar. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin.

Im Namen des gesamten Teams,

Ingo Lenz