Der August ist schon vorbeigezogen und die Sommertage hier in Deutschland neigen sich dem Ende zu. In Tansania ist Trockenzeit und klimatisch die angenehmste Zeit des Jahres. Im Kinderdorf braucht man abends einen Pullover, denn durch die Höhenlage auf 1600 Meter kann es kann gerne mal in der Nacht frisch werden. Während es in unseren Breitengraden immer kühler wird, steigen in Tansania die Temperaturen in den kommenden Wochen. Genau in dieser Zeit reisen die neuen Freiwilligen an, und lernen das Land mit braunen Wiesen, kaum frischem Grün und strahlend blauem Himmel kennen. Einen Jahresverlauf mit Regen und Trockenzeiten auf der Südhalbkugel zu erleben ist ein wunderbares Erlebnis. Zu sehen, wie sehnsüchtig der erste Regen erwartet wird und dann das ganze Land in sattes Grün getaucht wird ist ganz anders im Vergleich zu unserem Jahreszeitenklima.
Ein Freiwilligendienst ist in so vielen Bereichen eine sehr lehrreiche und spannende Erfahrung. Wir wünschen unseren neuen Freiwilligen Jona und Philipp, dass sie eintauchen und alles aufsaugen können von dieser besonderen Zeit!
Herzlich Willkommen – wir wünschen Euch eine gute Zeit!
Karla und Jojo Freiwilligengeneration 2023/24
Hallo liebe Freundinnen und Freunde des Kinderdorfes,
Wir sind Jona und Philipp, die diesjährigen Freiwilligen im Amani Orphans Home Mbigili. Wir sind jetzt seit einiger Zeit schon in Iringa, haben die Stadt kennengelernt und bereiten uns mit dem Sprachkurs auf die Arbeit mit den Kindern vor. Durch unseren vergleichsweisen späten Entschluss für den Freiwilligendienst ist es uns noch nicht möglich, vollständig im Kinderdorf zu wohnen und arbeiten.
Dennoch besuchen wir regelmäßig das Kinderdorf und haben die Kinder und das Personal bereits kennengelernt. Während diesen Besuchen haben wir die Kindergärtnerin Veronica im Kindergarten unterstützt und uns mit den jüngeren Kindern beschäftigt. Durch die Besuche konnten wir schon etwas über die Abläufe im Kinderdorf herausfinden, die ersten Namen lernen und freuen uns jetzt schon darauf, bald richtig mit dem Arbeiten anzufangen.
Wir verbringen die letzten Tage noch in der Stadt und bereiten uns auf den Start vor, indem wir unser erstes Utendaji, die Sonntagsaktion mit den Kindern, planen.
Wir freuen uns auf das kommende Jahr und sind gespannt auf das, was uns erwartet, mitsamt aller Begegnungen und Erfahrungen.
Herzliche Grüße, Jona und Philipp
Es war einer meiner allerersten Tage in Tansania und ich hab gerade Hannah, eine ehemalige Freiwillige, kennengelernt. An einem Nachmittag sind wir mit Stiften und einem großen Papier nach draußen gegangen und Hannah hat Musik angemacht. Anfangs waren nur die Kindergartenkinder dabei. Nach und nach kamen auch die Kinder aus der Schule wieder und es bildete sich eine Traube um den Tisch. Ich konnte zu dem Zeitpunkt vielleicht fünf Wörter Swahili sprechen und war zu Beginn etwas überfordert.
Schnell habe ich allerdings gemerkt, dass es gar kein so großes Problem war, dass ich noch nichts verstehen konnte. Wir haben über Mimik und Gestik kommuniziert, zusammen zu der Musik getanzt und viel gelacht. Am Nachmittag habe ich für einen Moment den anfänglichen Stress und das Heimweh vergessen und mich sehr wohl gefühlt.
Bei unserem letzten Besuch habe ich mich während der Mittagspause nach draußen vor die Halle in die Sonne gesetzt. Nach und nach kamen Kinder dazu. Ein Junge und ich haben dann zusammen Ball gespielt und er hat mir voller Stolz ganz viele Tricks gezeigt.
Auf einmal hatte jedes Kind etwas, was es mir zeigen wollte. Danach sind wir alle zusammen durch die Halle geturnt und haben einander angefeuert. Wir haben viel gelacht, die Stimmung war locker und in dem Moment habe ich mich das erste Mal so gefühlt, als ob ich ein Teil von allem bin.
Jona berichtet von ihren ersten Erlebnissen im Kinderdorf.
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