Ein Tagungswochenende zur Organisationsentwicklung in Leipzig
Wenn auch meistens alle physischen Treffen der Mitglieder des Kinderdorfvereins Mbigili am Niederrhein stattfinden, weil hier die Aktivitäten für Mbigili begonnen haben, haben wir uns dieses Mal im August für ein ganzes Wochenende in Leipzig getroffen. Hier hat sich in den letzten beiden Jahren eine kleine Gruppe Mbigili- Aktiver der nächsten Generation gefunden. Das Wochenende bot uns Raum für persönlichen Austausch, zur Weiterentwicklung und Digitalisierung der Vereinsarbeit und zum Spinnen neuer Ideen. Tagungsort war die Karl Schubert Schule im Süden von Leipzig.
Für die Verpflegung sorgte Faraja, ein in Deutschland lebender Tansanier, der uns mit fantastischem Essen begeisterte: Reis und Bohnen, Chapati (ähnlich zu Naan), frischer Salat und Pilau (Gewürzreis). Hungrig blieb da niemand zurück!
Nach einem langen Samstag voller intensiver Arbeit ließen wir den Abend gemeinsam ausklingen. Viele der Themen, die wir tagsüber besprochen und diskutiert hatten, wirkten noch nach und beschäftigten uns auch in den abendlichen Gesprächen.
Am Sonntagvormittag stand ein besonderer Programmpunkt auf dem Plan: eine Führung im Grassi-Museum für Völkerkunde. Dabei erhielten wir einen kleinen Einblick in die Anfänge des Kolonialismus unter anderem auch in Tansania. Wir konnten einen kleinen Teil der großen Sammlung afrikanischer Objekte – aus West- wie auch Ostafrika – ansehen. Es ging um vergangene Tage aber auch um den heutigen Umgang mit politischen und geschichtlichen Fragen, z.B. wie sich das Museum mit der Rückgabe einst gestohlener Objekte befasst.
Dieser Besuch des Museums war für uns nicht nur interessant, sondern auch wichtig. Als Verein, der in der Nord-Süd-Zusammenarbeit tätig ist, ist es für uns von großer Bedeutung, uns immer wieder unserer eigenen Rolle bewusst zu werden.
Herzliche Grüße, die Sektion Leipzig